Kreis FDP fordert Modell-Landkreis für autonomes Fahren.

für Höllentalbrücke, Bienenschutz und 24-Stunden-Kitas

Helmbrechts – Unter dem Motto “Ökologie und soziale Marktwirtschaft versöhnen” fand die diesjährige Kreishauptversammlung des FDP Kreisverbandes Hof-Land statt.

Schwerpunkt war neben den Rechenschaftsberichten des 1. Vorsitzenden Klaus Horn und des Schatzmeisters Dr. Siegfried Korhammer die Debatte um die Positionierung des Kreisverbandes für die anstehende Landtagswahl. Auf der Veranstaltung waren auch Besucher aus anderen Kreisverbänden anwesend. So auch die Vorsitzende der FDP München-Ost Cécile Prinzbach. Sie wurde von den anwesenden Mitgliedern einstimmig als Versammlungsleiterin gewählt.

Die FDP Hof-Land forderte einen Modell-Landkreis für autonomes Fahren. Horn führte aus, dass autonomes Fahren viele Mobilitätsprobleme lösen könnte und dass gerade im Landkreis Hof mit seiner demografischen Struktur die Mobilität im Alter eine der größten Herausforderungen sei. Ziel müsse es sein, dass auch Menschen, die Weilern wohnen, nicht von der Mobilität ausgeschlossen werden. Frankreich hat bereits die Einführung solcher Modellregionen beschlossen und in den USA will die Google Tochter Waymo den ersten autonomen Taxiservice anbieten.
In Deutschland müsse hier Fahrt aufgenommen werden. Wir brauchen solche Regionen, auch um in Zukunft Arbeitsplätze zu sichern.

Die Kreis-FDP fordert weiter, dass sich die zuständigen Stellen im Landratsamt um den Standort für eine Akkufabrik bemühen sollen. Mit der Entscheidung der bayerischen Staatsregierung an der Universität Bayreuth ein Batterieforschungszentrum anzusiedeln steigt die Attraktivität der Region als Standort für Investitionen im Bereich der Akkuherstellung. Der Landkreis Hof hat zudem noch die benötigten Rohstoffe mit den größten Lithiumvorkommen in Tschechien quasi vor der Haustür. Hier muss der Weg nun konsequent weiter fortgeführt werden und auch die Hochschule Hof muss mit entsprechenden Fachbereichen ausgestattet werden.

Der Landkreis Hof hat mit das niedrigste Mediankeinkommen in Bayern. Will man diese Situation ändern braucht es technologische Leuchtturmprojekte mit qualifizierten Arbeitsplätzen. Damit wird der Kreis auch wieder für junge Menschen attraktiv. Die richtigen Anfänge müssen nun konsequent weiter vorangetrieben werden.

Der Bau der Höllentalbrücke wird grundsätzlich begrüßt. Allerdings muss das Landratsamt auch hier Tempo machen. Bisher fehle dort eine Vorstellung, wie die Besucher zur Brücke kommen, wie die Gäste für längere Zeit in der Region gehalten werden können und wie eine nachhaltige Finanzierung aussieht. Auch bei solchen “Leuchtturmprojekten, wie der Höllentalbrücke, Arte Noah in Rehau/Neuhausen, Mountain-Bike-Park am Kornberg müsse es tragfähige finanzielle Konzepte geben. Es darf nicht passieren, dass die Steuerzahler im Landkreis auf unkalkulierbaren Kosten sitzen bleiben, nur weil es gerade Fördergelder gibt. Vor allem fehlt ein Gesamtkonzept, um Besucher auch längere Zeit in der Region zu halten.

Zudem mahnt die Kreis FDP den Lückenschluss durch die Bahn nach Thüringen an.

Als Alternative zum Lückenschluss der ehemaligen Höllentalbahn fordert die FDP Hof-Land eine Machbarkeitsstudie und Trassenprüfung über Bad Steben hinaus nach Blankenstein. Eine Vollendung dieses Lückenschlusses in naher Zukunft ist gerade auch im Hinblick neben dem zu erwartenden Personenverkehr, auf Grund von geplanten touristischen Erschließungen im Frankenwald, sowie auch für einen ökologischen und ökonomischen Gütertransport der anliegenden Holz- und Zellstoffindustrie, in naher Zukunft zu fordern.

Im Bereich Familien und Soziales muss auf die veränderten Arbeitsbedingungen reagiert werden. Die FDP Hof-Land Fordert deshalb Kinderbetreuungsmöglichkeiten an 7 Tagen die Woche und 24 Stunden am Tag, die auf Kreisebene koordiniert werden müssen.

Dazu Klaus Horn: “Haben Sie sich schon mal Gedanken gemacht, wer auf das Kind einer Krankenschwester oder Altenpflegerin aufpasst, wenn Sie in der Sommerferienzeit Nachtdienst hat? Hier müssen wir gerade jungen Familien bessere Hilfen anbieten, um Arbeit und Familie unter einen Hut zu bringen.Eine konservative Revolution wie von der CSU gefordert wird weder den Fachkräftemangel in der Altenpflege beseitigen noch die aktuellen Probleme junger Familien lösen.”

Das Thema Insekten- und Bienenschutz spielte ebenfalls eine wichtige Rolle. Man kann nicht einseitig die Landwirte für den Rückgang der Insekten verantwortlich machen. Auch die Gemeinden vor Ort könnten geeignete Maßnahmen durchführen wie Obstgehölze statt Ahorn und Buche anpflanzen, Auf kommunalen Grund Wildwiesen stehen lassen, bienenfreundliche Bepflanzung in Blumenbeeten und das Aufstellen von sogenannten Insektenhotels.
Zudem würde durch moderne LED Beleuchtung der Lichtsmog reduziert und es würden damit weniger Insekten vor Erschöpfung sterben. Solche Maßnahmen verursachen keine Mehrkosten, sondern sparen zudem noch Geld.

Am Ende der Veranstaltung bedankte sich Horn noch bei allen anwesenden Gästen und Parteimitgliedern.

Die Beschlüsse der FDP Hof-Land können Sie im Deteail unter diesem Link abrufen:
https://fdp-hof-land.de/beschluesse/oekologie-und-soziale-marktwirtschaft-im-landkreis-versoehnen/


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